Nuria Schoenberg Nono remembers: Arnold Schoenberg in private

Nuria Schoenberg Nono paints a portrait of Arnold Schönberg the family man, which is radically different from the familiar image of Schönberg the twelve-tone revolutionary. An interview by Max Nyffeler.
Deutsche Fassung

Nuria Schoenberg Nono in Venice. Photo: © Max Nyffeler 2024

Nuria Schoenberg Nono, you were born in 1932, and just two years later your parents emigrated to America to escape the Nazis. You spent your childhood and youth in Los Angeles. What was your experience of your father then, in public and in private?

He was hardly known to the general public. We were emigrants, and his music was foreign to the Americans. In Los Angeles, someone might say to him: “Ah, I know who you are. You are the father of Ronny, who won the tennis tournament.” Granted, he was a professor at the university, but he was no god. In Europe, it was different. When I went to Hamburg in 1954 for the posthumous premiere of his opera Moses und Aron, I experienced the strangest things. People came up to me and said, “Oh, you’re Schönberg’s daughter. May I touch you?”

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Nuria Schoenberg Nono erinnert sich: Arnold Schönberg privat

Nuria Schoenberg Nono zeichnet ein Porträt des Familienmenschen Arnold Schönberg, das sich vom bekannten Bild des Zwölftonrevolutionär Schönberg radikal unterscheidet. Ein Interview von Max Nyffeler.
English version

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Gisela Gronemeyer, ein Nachruf

Foto Gisela Gronemeyer
Gisela Gronemeyer (1954-2023)

Für viele war Gisela Gronemeyer einfach Frau Musica Nova und ihr Name ein Synonym für MusikTexte. Bei der Gründung der Zeitschrift vor genau vierzig Jahren war sie mit dabei, zusammen mit ihrem 2014 verstorbenen Ehemann Reinhard Oehlschlägel und den Rundfunkredakteuren Ulrich Dibelius und Ernstalbrecht Stiebler. „Gisela Gronemeyer, ein Nachruf“ weiterlesen

Interview with John Cage about Music and Politics

This interview with John Cage dates from 1970 and is about revolution, global welfare, the difference between American and European culture, and cultural changes in general. And about his music, of course.

Vorbemerkung / Introductory note (German)

John CageMr. Cage, in the last few years, you have mainly been performing with the Merce Cunningham Dance Company, Are you still giving concerts on your own?

Yes, I continue both. For instance, this year I gave concerts in Minneapolis, Pennsylvania, Florida. I have worked with Merce Cunningham since 1943, and I have given concerts of music since 1933, and I continue doing both. „Interview with John Cage about Music and Politics“ weiterlesen

Dokumentarfilm Hans Zender

Am 27. und 28. April 2018 fanden im Hause von Hans und Gertrud Zender in Meersburg am Bodensee die Dreharbeiten für den Dokumentarfilm Hans Zender statt. Gedreht wurde in 4k mit 2 Kameras und Stereoton. Regisseur und Produzent des 55minütigen Filmporträts ist Reiner E. Moritz, assistiert von Elke Riemann, die auch den Schnitt betreute. Ko-Autor und Interviewpartner von Hans Zender ist Max Nyffeler. „Dokumentarfilm Hans Zender“ weiterlesen

Reinhold Brinkmann:
Dem Ton der Epoche nachgehört

Reinhold Brinkmann

Dieses Interview mit Reinhold Brinkmann entstand 2001 im Auftrag der Ernst von Siemens Musikstiftung, als der in Harvard tätige Musikwissenschaftler mit dem Musikpreis der Stiftung  ausgezeichnet wurde. Es befand sich bisher auf der alten Webseite beckmesser.de. Im Hinblick auf seinen 10. Todestag – Brinkmann starb am 10. Oktober 2010 in Eckernförde – habe ich es nun auf beckmesser.info transferiert, in der Hoffnung, dass seine bemerkenswerten Reflexionen neue Leser finden werden.

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Dem Ton der Epoche nachgehört“
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Ein wacher Geist – Erinnerung an Hans Zender

Hans Zender„Die Zeiten klingen zusammen, nicht im Sinne einer Harmonie, sondern oft genug als Widerspruch“, heißt es in einer Notiz von Hans Zender zu seinen „komponierten Interpretationen“, den künstlerischen Neudeutungen alter Werke. Es ist ein typischer Zender-Satz. Und am Schluss seiner Überlegungen zur kreativen Neulektüre alter Werke fasst er seine von wachem Einfühlungsvermögen geleitete Künstlerhermeneutik so zusammen: „Ein wacher Geist – Erinnerung an Hans Zender“ weiterlesen

Francesco Hoch koloriert Mario Bottas „Steinerne Blume“

Wer sich am letzten Samstag im August zum Gipfel des Monte Generoso aufmachte, wurde dort auf 1700 Metern über Meer mit einer Raumklanginstallation von Francesco Hoch konfrontiert. Für die Bergstation des gemächlich die Hänge ermporklimmenden Zahnradbähnchens hatte der Architekt Mario Botta seine „Fiore di pietra“ („Steinerne Blume“) entworfen, ein ambitioniert gestaltetes Bauwerk mit „Francesco Hoch koloriert Mario Bottas „Steinerne Blume““ weiterlesen

Die Sinfonie X von Dieter Schnebel

Dieter Schnebel 2005
Dieter Schnebel 2005

In Dieter Schnebels Schaffen nimmt die „Sinfonie X“ die Stelle eines Opus summum ein, in dem die gedanklichen Entwicklungen und musikalischen Erfahrungen aus mehreren Jahrzehnten kompositorischer Praxis zusammenfließen. Die große klassische Idee der sinfonischen Form verbindet sich mit den experimentellen Konzepten der späten fünfziger bis frühen siebziger Jahre zu einer ebenso gewagten wie imposanten Synthese des scheinbar Unvereinbaren. „Die Sinfonie X von Dieter Schnebel“ weiterlesen

Die Zeitschrift Dissonanz: Das Original

Titelseite DissonanzVon 1969-1971 erschien in Zürich die Zeitschrift Dissonanz. Redigiert und herausgegeben wurde sie von einer Gruppe von Musikstudierenden am damaligen Konservatorium. Es gab damals noch keine Fotokopierer und schon gar keine Computer. Die Texte wurden per Schreibmaschine auf alkohollösliche Matrizen geschrieben, die Kopien im A4-Format per Hand auf einer Walze abgezogen, und  am Schluss wurde das Ganze am linken Rand geheftet. „Die Zeitschrift Dissonanz: Das Original“ weiterlesen