Nach Donaueschingen reist man bekanntlich nicht nur wegen der Musik. Man trifft sich, sagt nach allen Richtungen „Hallo!“ und macht Geschäfte. Und wo sich alles, was irgendwie mit neuer Musik zu tun hat, während drei Tagen hautnah begegnet, erfährt man auch viel Neues, vom Szenenklatsch über Daumen rauf/Daumen runter die Uraufführungen betreffend bis zur nichtoffiziell geäußerten Meinung von Festivalmachern über den Musikbetrieb. „Donaueschingen 2019 im Glück“ weiterlesen
Berichte
Die Klangspuren Schwaz trotzen dem Weltuntergang
Das Tiroler Festival Klangspuren Schwaz hat sich im Vierteljahrhundert seines Bestehens zu einem Hotspot der zeitgenössischen Musik entwickelt. Seit vielen Jahren ist das Frankfurter Ensemble Modern aktiver Partner; es gibt Konzerte und unterrichtet in der International Ensemble Modern Academy den Nachwuchs. Renommierte Komponisten und erstklassige Interpreten geben sich die Klinke in die Hand. „Die Klangspuren Schwaz trotzen dem Weltuntergang“ weiterlesen
Hiroshima und die Initiative „Music for Peace“

Hiroshima, 6. August, 8.15 Uhr: Sieben Mal wird die Friedensglocke angeschlagen. Es ist der Moment, in dem 1945 ein amerikanischer Bomber zehn Kilometer über der Stadt die Atombombe ausklinkte. Innerhalb von Sekunden starben Zehntausende, und bis zum Jahresende wuchs als Folge der Strahlung die Zahl der Opfer auf rund hundertvierzigtausend an.
Die Glockenschläge eröffnen jedes Jahr die Gedenkzeremonie, zu der sich an diesem Tag die Überlebenden „Hiroshima und die Initiative „Music for Peace““ weiterlesen
Aldeburgh und Benjamin Britten
Aldeburgh ist noch immer eine erste Adresse unter den internationalen Musikfestivals. Dies nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern auch was tiefere Erkenntnisse zu aktuellen Befindlichkeiten angeht, und das heißt im Jahr 2019: Zum allgegenwärtigen Streit um den Brexit. „Aldeburgh und Benjamin Britten“ weiterlesen
Die Oper, der Shitklick und das junge Publikum.
Eine Tagung in Mailand zum Thema Oper und digitale Medien
Von der Scala gibt es die schönen, noch auf die Zeiten Toscaninis zurückgehenden Plakate mit dem loorbeerumkränzten Mailänder Stadtwappen im Kopf. Auch die Eintrittskarten waren noch bis vor kurzem mit diesem emblematischen Logo geschmückt. Sie wurden von Hand eingetütet, „Die Oper, der Shitklick und das junge Publikum.“ weiterlesen
„I Cenci“ von Giorgio Battistelli

Giorgio Battistelli ist ein Opernkomponist mit einer Neigung zu extravaganten, bisweilen auch grausamen Stoffen, und so musste er fast zwangsläufig auf den Theatertext stoßen, den Antonin Artaud 1935 über den Fall der Beatrice Cenci verfasste. Beatrice war die Tochter des korrupten und moralisch verkommenen Grafen Cenci, eines römischen Adligen aus der Zeit der Spätrenaissance; sie wurde von ihm vergewaltigt und „„I Cenci“ von Giorgio Battistelli“ weiterlesen
Das Klassikmuseum in 4K
Die Berliner Avant Premiere 2019 mit neuen Musikfilmen rief wieder einmal mit Macht in Erinnerung, dass sich unser Musikleben schon vor einem Jahrhundert in ein Klassikmuseum verwandelt hat. Das Auseinanderfallen des Repertoires in traditionelle „Das Klassikmuseum in 4K“ weiterlesen
Takefu, Treffpunkt der Kulturen
Wer Japan sagt, denkt sicher nicht gleich an Takefu, sondern zuallererst an Tokio, die Zehnmillionenstadt mit ihren Wolkenkratzern inmitten gepflegter Grünzonen, den blitzsauberen Strassen und dem perfekt funktionierenden öffentlichen Verkehr. Nicht zu vergessen der „Takefu, Treffpunkt der Kulturen“ weiterlesen
Francesco Hoch koloriert Mario Bottas „Steinerne Blume“
Wer sich am letzten Samstag im August zum Gipfel des Monte Generoso aufmachte, wurde dort auf 1700 Metern über Meer mit einer Raumklanginstallation von Francesco Hoch konfrontiert. Für die Bergstation des gemächlich die Hänge ermporklimmenden Zahnradbähnchens hatte der Architekt Mario Botta seine „Fiore di pietra“ („Steinerne Blume“) entworfen, ein ambitioniert gestaltetes Bauwerk mit „Francesco Hoch koloriert Mario Bottas „Steinerne Blume““ weiterlesen
Klosters und Davos, zwei alpine Klassikfestivals
Klosters und Davos sind gerade einmal durch dreizehn Autokilometer und vierhundert Höhenmeter getrennt, doch in beiden gibt es ein sommerliches Klassikfestival: oben seit bereits dreiunddreißig Jahren das Davos Festival, unten seit einem Jahr nun auch das Klosters Music Festival. Für die beiden Winterferienorte sind diese musikalischen Aktivitäten ein ideales Mittel, das Sommerloch touristisch zu beleben. Am zweiten Augustwochenende ist in Klosters Schluss, und gleichzeitig beginnt Davos. Kann das bei dieser Nähe gut gehen? „Klosters und Davos, zwei alpine Klassikfestivals“ weiterlesen