The anti-Semitism in the cultural sector

The following text on anti-Semitism in the cultural sector was published under the title „Nach dem 7. Oktober 2023“ in the February 2024 issue of the Schweizer Musikzeitung (SMZ).

Political topics in a music magazine should be avoided, as they only cause controversy and distract from the music. This one is an exception – well justified, in my opinion, because it deals with an event that touches on the core of our cultural understanding: the Hamas pogrom of October 7, 2023, with over 1200 victims and our reactions to it.

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Komitas
und die armenische Musik

Komitas Vardapet

Die armenische Musik kann auf eine uralte Tradition zurückblicken, und Komitas Vardapet (1869-1935) ist der Komponist, der die Tradition für die Gegenwart fruchtbar gemacht hat.

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und die armenische Musik“
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Die Dickinson Collection:
Robert und Clara Schumann

Arbeit an der Dickinson CollectionDie Dickinson Collection: Das sind Notenautographe, Drucke, Briefe und mehr von Robert und Clara Schumann und anderen. Die Musikwissenschaftler Jürgen Thym und Ralph P. Locke haben die wertvolle Sammlung vor über 45 Jahren an einem See im Upstate New York ausfindig gemacht und schildern nachfolgend die Umstände ihrer Entdeckung.

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Wir sind vielleicht die einzigen Musikwissenschaftler, die es in die Seiten des National Enquirer geschafft haben, ein wöchentlich erscheinendes Blatt, das etwa mit der deutschen Bild-Zeitung und anderen Erzeugnissen der Boulevardpresse verglichen werden kann; das Blatt war schon damals und ist noch heute eine Skandalberichten zugeneigte Zeitung und gewiss kein Ort, an dem man musikwissenschaftlich zu Ehren kommen kann.  Die Geschichte unserer Forschung Ende der 1970er Jahre, die uns, wenn auch nur ganz kurz, skandalträchtige Berühmtheit verschaffte, möchten wir mit interessierten Lesern teilen.

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Robert und Clara Schumann“
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Musings about David

“Was the Kingdom of David and Solomon a glorious empire—or just a little cow town?”  The National Geographic Magazine posed this provocative question in its December 2010 issue, and immediately gave the answer: “It depends on which archaeologist you ask.” 

by Jürgen Thym

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Spem in alium von Thomas Tallis – zu zweit

Gespräch mit  Terry Wey und Ulfried Staber über Spem in alium

 

Spem in alium, die Motette von Thomas Tallis, war beim Herbstfestival des Forum Alte Musik Zürich Gegenstand einer ungewöhnlichen Aufführung. Der englische Renaissancekomponist schuf das Werk vermutlich 1573 zum vierzigsten Geburtstag von Queen Elisabeth I. Er schrieb es für acht Chöre zu je fünf Stimmen, also insgesamt vierzig Stimmen; eine Aufführung dauert je nach Interpreten zwischen neun und elf Minuten. Aufgrund der Riesenbesetzung ist es nicht gerade häufig zu hören.

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Das phänomenale Musikdorf Sobrio

Sobrio hat wie die meisten Tessiner Bergdörfer im Lauf des 20. Jahrhunderts massiv an Bewohnern eingebüßt, 2016 waren es gerade noch achtzig. Doch nun ist neues Leben eingekehrt. „Villaggio della Musica“, Dorf der Musik, nennt es sich heute, und an einem Geländer am Dorfeingang hängt ein Transparent: Sobrio Festival. „Das phänomenale Musikdorf Sobrio“ weiterlesen

100 Jahre Bärenreiter-Verlag

Bärenreiter, ein führender deutscher Verlag für klassische Musik, wurde 1923 vom damals zwanzigjährigen Karl Vötterle in Augsburg gegründet. 1927 wurde der Firmensitz nach Kassel verlegt. In seinen Anfängen war er eng mit dem „Wandervogel“, der populären, in zahlreichen „Bünden“ organisierten Jugendmusikbewegung, verbunden. Das heutige Verlagsprogramm mit seinen Gesamtausgaben und Werken vom Barock bis zur Gegenwart entstand erst im Lauf der Jahre. „100 Jahre Bärenreiter-Verlag“ weiterlesen

Gisela Gronemeyer, ein Nachruf

Foto Gisela Gronemeyer
Gisela Gronemeyer (1954-2023)

Für viele war Gisela Gronemeyer einfach Frau Musica Nova und ihr Name ein Synonym für MusikTexte. Bei der Gründung der Zeitschrift vor genau vierzig Jahren war sie mit dabei, zusammen mit ihrem 2014 verstorbenen Ehemann Reinhard Oehlschlägel und den Rundfunkredakteuren Ulrich Dibelius und Ernstalbrecht Stiebler. „Gisela Gronemeyer, ein Nachruf“ weiterlesen

Die Apple Classical App

Am 28. März wurde die Apple Classical App freigeschaltet, und dort kann man nun zum Preis von 10,99 Euro monatlich Musik Werke von Hildegard von Bingen bis Wolfgang Rihm in zahllosen Interpretationen hören. Von Perotins Viderunt omnes sind 23 Aufnahmen vorhanden, Beethovens Fünfte gibt es in 1.265 Versionen, Schuberts Streichquintett wird 492 mal angezeigt, Stockhausens Mantra immerhin fünfmal. Die reinen Zahlen sind beeindruckend. „Die Apple Classical App“ weiterlesen

Writing Responsibly for the General Reader

How to write for non-specialist readers? acques Offenbach, "La Périchole".How should a critic or scholar write for non-specialist readers? A lifelong music critic and musicologist reports here on challenges he has faced and comments on two encounters—fifty years apart, in 1971 and in 2020—that he has had with Offenbach’s operetta La Périchole.

by Ralph P. Locke

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